Oak Alley Plantation Übernachtung

Louisiana Reisetipps

Übernachten auf der Oak Alley Plantation

Einmal auf einer Südstaaten-Plantage übernachten – ein ganz besonderes Erlebnis auf meiner Reise durch das romantische Louisiana. “Vom Winde verweht”-Feeling inklusive! Wo das geht? Auf der wohl meist fotografiertesten Plantage in den USA, der Oak Alley Plantation nahe New Orleans.

Main House Oak Alley übernachten
Selteneres Bild: Das Main House der Plantage von der anderen Seite

Von New Orleans aus erreicht ihr die “Grande Dame” der Plantagen in Louisiana, die ursprünglich „Bon Sejour“ hieß, in knapp 45 Minuten mit dem Mietwagen im Ort Vacherie. 2015 habe ich die Oak Alley bereits bei einem Tagesausflug mit dem Bus von New Orleans aus besucht. Dieses Mal wollte ich allerdings unbedingt auf der Oak Alley Plantage übernachten und das Südstaatenflair entlang der Great River Road am Mississippi länger genießen.

Übernachten auf der Oak Alley Plantation

Warum überhaupt eine Übernachtung auf der Oak Alley Plantation einplanen?

  • ihr könnt die Plantage nach dem üblichen Tagesbesuchern ganz allein für euch genießen
  • ihr habt Zeit um entspannt Fotos (ohne Menschen) zu machen
  • ihr müsst nicht zurück ins trubelige New Orleans oder Baton Rouge – besonders lohnt sich eine Übernachtung, wenn ihr euch mehrere Plantagen anschauen wollt
  • die Ruhe und die Atmosphäre auf der Plantage sind einmalig
  • die Oak Alley ist für alle eine schöne Idee, die auf der Suche nach einer besonderen Unterkunft in Louisiana sind
  • und lässt Romantiker-Herzen höher schlagen
Übernachten Oak Alley Plantation
Morgens und abends hat man die Oak Alley Plantation ganz für sich

Ihr übernachtet auf der Oak Alley Plantation zwar nicht im berühmten Haupthaus, dafür aber in einem der süßen Cottages, die ein Stück hinter dem Haupthaus an den weiten Zuckerrohrfeldern angrenzen. Es gibt neun verschiedene Cottages, die alle in unterschiedlichem, aber einzigartigem Stil eingerichtet sind. Die Preise pro Nacht variieren jeweils nach den Cottages und starten ab XY

Mein Cottage für die Nacht mit kostenlosem Parkplatz auf der Oak Alley Plantation
Mein Cottage für die Nacht mit kostenlosem Parkplatz

Ich bekam die Möglichkeit in einem der neuen Deluxe-Cottages zu übernachten. Das kleine Häuschen erobert sofort mein Herz. Das kombinierte Wohn- und Schlafzimmer ist mit viel Liebe zum Detail eingerichtet und unglaublich gemütlich. Zudem gibt es eine voll ausgestatte Küche und ein modernes Bad mit allen Annehmlichkeiten, die man so braucht.

Ich hätte Lust hier direkt für mehrere Tage einzuziehen und das Cottage mit allem was dazu gehört zu genießen. An schwülen Sommerabenden auf der Front Porch sitzen und ein Gläschen Wein oder eisgekühlten Iced Tea trinken. Zu kochen, dabei die Hintertür offen lassen und mit Blick auf die Zuckerrohrfelder vor mich hin zu träumen…

Oder an kühleren Abenden eingekuschelt auf der weichen Couch auf den Kamin schauen und lesen… diese Unterkunft gehört in jedem Fall zu einer der schönsten, in denen ich bisher in den USA übernachtet habe.

One-Bedroom Deluxe Cottage von innen – amerikanische Gemütlichkeit
Küchentisch liebevoll von den Mitarbeitern eingedeckt und vorbereitet
Sehr bequemes Bett

Oak Alley Plantation: Infos & Tipps zur Übernachtung auf einen Blick

  • Check-In:  15 – 21 Uhr
  • inklusive Frühstück im Oak Alley Restaurant (8.30-10.30 Uhr morgens, Gutschein liegt im Cottage bereit)
  • kostenloser Parkplatz & Wifi
  • das Ticket für die Tour im Main House ist leider nicht enthalten, dieses muss bei Ankunft gekauft werden (insofern man das Haus von innen sehen möchte), Preis Erwachsene: 25 $
  • Der Souvenir-Shop sowie das Oak Alley Restaurant und das Café haben ab dem frühen Abend geschlossen
  • Die Preise pro Nacht variieren jeweils nach den Cottages und starten ab 175 $ pro Nacht – hier geht’s zur Oak Alley Homepage

Wer auf der Oak Alley übernachtet, sollte sich darauf einstellen, dass es abends leider keine Möglichkeiten gibt auf der Plantage essen zu gehen. Im Vorfeld kann man allerdings 24 Stunden vorher per Telefon aus dem Restaurant-Menü (online) ein Abendessen bestellen, dass die Mitarbeiter am Ankunftstag frisch zubereitet für euch in den Kühlschrank stellen. Die Menüs sind typisch kreolisch, allerdings nicht jedermanns Sache. Alternativ könnt ihr euch vor Ort selbst versorgen, in der vollausgestatteten Küche gibt es alles, was ihr dafür braucht.

Andere Restaurants gibt es leider nicht in unmittelbarer Nähe, bis auf das B & C Seafood & Cajun Restaurant, was ich euch sehr empfehlen kann, aber auch nur bis 17 Uhr geöffnet hat.

Morgens solltet ihr unbedingt das sehr das reichhaltige Frühstück im Restaurant probieren.

Das Oak Alley Restaurant serviert eine schöne Auswahl an typisch creolischen und Cajun-Gerichten

Weitere Tipps für eine Übernachtung auf der Oak Alley Plantation

Ich war von ca. 16 Uhr nachmittags bis 10 Uhr am nächsten Morgen auf der Plantage – und ich empfand die Zeit als zu kurz um das schöne Cottage, die Plantage und die Umgebung ausgiebig zu genießen. Um das beste aus eurem Aufenthalt herauszuholen, wäre meine Empfehlung daher, am Übernachtungstag bereits am Mittag anzureisen und bis zum nächsten Tag zum Check-out zu bleiben.

  • Nehmt euch nicht zu viel vor und nutzt die Zeit auf der Oak Alley Plantation komplett aus
  • Falls ihr vorhabt, noch weitere Plantagen in der Umgebung zu besuchen, nehmt euch nicht mehr als zwei Plantagen pro Tag vor. Man braucht doch viel mehr Zeit vor Ort als man denkt, insbesondere da man die Plantagen teilweise nur mit Führung besichtigen kann.
Unter der Eichenallee steht ein alter Kessel, in dem das Zuckerrohr hergestellt wurde

Ein Tag auf der Oak Alley Plantation könnte dann so aussehen:

Oak Alley Plantation – geführte Tour durchs Main House

Die Oak Alley Plantation gehört nicht nur aufgrund der 250 m langen majestätischen Eichenallee zu den schönsten Plantagen bei New Orleans. Auch das architektonisch imposante Herrenhaus im Antebellum-Stil beeindruckt noch heute Gäste aus aller Welt. Das Grundstück der Plantage wurde 1830 von dem damals reichsten Mann im Süden gekauft: Valcour Aime, auch „Zuckerbaron“ genannt. In der Gegend rund um New Orleans war nicht Baumwolle das Gold des Südens, wie man meinen möge, sondern Zuckerrohr. Erst 1837 begann der Bau des Herrenhauses durch Jacques Roman, dem Schwager Aime’s, dem er das Grundstück überließ. Die Fertigstellung dauerte bis ins Jahr 1839 – und wurde ausschließlich durch die Hände von Sklaven erbaut.

Das Herrenhaus der Oak Alley bei Nacht
Das Herrenhaus der Oak Alley bei Nacht

Mehr über die Geschichte der Plantage, der Gründerfamilie und dem Leben der Sklaven erzählen die historisch  kostümierten Guides, die euch durch die imposanten Räume des Hauses führen. Nicht zu vergessen die 5 m breite Veranda, die um die ganze obere Etage verläuft und einen herrlichen Ausblick auf die Eichenallee und das Gelände frei gibt.

Historisches Schlafzimmer im Haupthaus
Die 5m breite Veranda verläuft entlang der oberen Etage und ist ein Highlight des Hauses
Porträits der ehemaligen Bewohner
Ausblick auf die atemberaubende Eichenallee, dem Markenzeichen der Oak Alley Plantation

Oak Alley Plantation Ausstellung – Das Leben der Sklaven

Auch die Oak Alley Plantage ist Bestandteil einer der bedrückendsten und dunkelsten Kapitel der amerikansichen Geschichte. Der Reichtum der Plantagenbesitzer entstand allein durch die Arbeitskraft der Sklaven. Vor dem Herrenhaus stehen die rekonstruierten Sklavenquartiere der Oak Alley Plantation, die man auf eigene Faust erkunden kann.

Diese geben einen Einblick in das Leben einiger der auf der Plantage lebenden Sklaven, deren Geschichte bereits erforscht ist. Einer der am bekanntesten Sklaven war Antoine, der als Gärtner auf der Plantage arbeitete und lebte und in der Inventarliste seiner Besitzer mit einem Wert von 1000 $ gelistet wurde.

Nehmt euch Zeit, um auch diesen Teil der Geschichte der Plantage, zu erkunden.

Einblick in die Wohnverhältnisse der Sklaven auf der Plantage
Die Sklavenquartiere stehen zwischen dem Haupthaus und den Zuckerrohrfeldern
In der Ausstellung erfahrt ihr mehr über die auf der Plantage lebenden Sklaven
…auch die grausamen Details werden nicht ausgelassen

Oak Alley Plantation – Spaziergang entlang der Eichenallee und mehr

Danach könnt ihr noch weiter über das Gelände flanieren und das Zelt des Confederate Commanding Officers, den Blacksmith Shop, die Stewart Gärten, die Gräber der Familie Roman und der Stewart Family besichtigen. Mehr über die Arbeit in den Zuckerrohrfeldern erfahrt ihr im Sugarcane Theater. Wer lieber noch ein bisschen nach Souvenirs stöbern möchte, kann das im Gift Shop tun.

Zelt des Confederate Commanding Officers
Wie wurde Zuckerrohr eigentlich produziert? das erfahrt ihr im Sugarcane Theatre

Und nicht zu vergessen: Ein Spaziergang entlang der wunderschönen Eichenallee, deren moosigen Bäume an die 300 Jahre alt sind. Spannend ist übrigens ein Detail: Auf den den Eichen der Oak Alley findet sich nicht wie auf den angrenzenden Plantagen das berühmte Spanish Moos. Warum das so ist, hat man leider noch nicht genau herausfinden können.

Nichtsdestotrotz ist die Allee zauberhaft. Ganz am Ende des Weges gibt es zwei Bänke, auf denen ihr den Anblick an einem schwülwarmen Louisiana-Abend genießen könnt. Zuvor schlendert ihr vielleicht noch einmal an der Bar am Haupthaus vorbei und gönnt euch passend dazu einen Mint Julep. Nachdem alle Tagestouristen weg sind, habt ihr die Plantage fast für euch allein – eins meiner Highlights meiner Übernachtung hier auf der Oak Alley Plantation.

Die „Grande Dame“ der Plantagen entlang der Great River Road in Louisiana

Weitere Artikel zu New Orleans und Louisiana findet ihr hier

Habt ihr die Oak Alley schon einmal besucht oder steht sie auf eurer Liste?


Offenlegung: Ein herzliches Dankeschön für die Einladung an das New Orleans Plantation Country und die Oak Alley Plantation. ♥

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