USA: 13 Museen & historische Orte bedeutender Frauen der amerikanischen Geschichte

In diesem Jahr feiern die USA ein besonderes Jubiläum: 100 Jahre Frauenwahlrecht. Zum Internationalen Frauentag zeige ich euch 13 Orte und Museen in den USA, die dem Leben und Wirken bedeutender Frauen der amerikanischen Geschichte gewidmet sind.

Historische Orte aufzusuchen und über bedeutende historische Persönlichkeiten zu erfahren und zu sehen, wie sie einst gelebt haben, sind ein großer Teil meinen Reisen in den USA. Ob Präsdientschaftswohnsitze, Bibliotheken, die amerikanischen Präsidenten gewidmet sind, Häuser und Museen von Erfindern, Wissenschaftlern oder Literaten – das finde ich spannend. Doch irgendwann merkte ich, dass mir etwas besonders fehlte: Die weibliche Perspektive. Die Museen von und über berühmte Frauen, die kein minder interessantes oder bewegtes Leben hatten.

Inhaltsverzeichnis

Bedeutende Frauen der amerikanischen Geschichte

Schon seit längerer Zeit umtreibt mich dieses Thema, eigentlich könnte man sagen, bereits seit meinem Studium, wo mein Interesse für amerikanische Frauengeschichte entflammte. Doch erst auf meinen Reisen merkte ich mehr und mehr wie ich Ausschau hielt nach allem, was es zu historischen Frauen gab. Leider führten mich meine Reisen nicht immer an die genannten Orte des Artikels – liegen diese nicht so zentral in großen Städten und sind quer über die USA verstreut. Manchmal konnte ich schlichtweg aus zeitlichen Gründen keinen Abstecher machen oder die Museen hatten an jenem Tag geschlossen. Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass ich zukünftig einige der genannten Orte selbst besichtigen kann sowie weitere Museen und Orte entdecke, die sich dem Leben inspirierender Frauen widmen.

1. Elisabeth Cady Stanton – Frauenrechtsaktivistin

Elisabeth Cady Stanton war eine einflussreiche Persönlichkeit ihrer Zeit und führende Figur der ersten amerikanischen Frauenbewegung. Neben Susan B. Anthony kämpfte sie mehr als vierzig Jahre lang für das Frauenwahlrecht.

Elizabeth Cady Stanton, Fotografie von Aaron Veeder, Sammlung Library of Congress

Ihre überragenden Schriften und Reden inspirierten und führten maßgeblich zu einem langsamen Umdenken. Sie setzte sich nicht nur für das Stimmrecht ein, sondern kritisierte zudem die Unterdrückung der Frau durch Kirche, forderte bessere Bildungsmöglichkeiten und Ehe-sowie Scheidungsreformen. Sie genoss selbst eine exzellente Bildung, da ihr Vater Anwalt war. Von ihm lernte sie zu argumentieren und beobachtete die Konversationen, die er mit seinen Kollegen führte.

Am Anfang setzte sie sich mit ihrem Ehemann zuerst für die Abschaffung der Sklaverei ein. ALs sie Lucretia Mott traf, ebenfalls eine wichtige Figur der Frauenbewegung, begannen sie sich für das Frauenwahlrecht einzusetzen, denn ihnen gefiel nicht, dass bei der Abolitionismus-Bewegung Frauen kategorisch ausgeschlossen wurden.

Acht Jahre später hielten sie die erste Frauenrechts-Konvention in Seneca Falls ab, 1848, in der sie ihre berühmte “Declaration of Sentiments”-Rede hielt. Und die erste organisierte Frauenbewegung ihren Anfang machte…

→ Elisabeth Cady Stanton House – Seneca Falls, NY

Wer sich auf die Spuren dieser interessanten Frau begeben möchte, ist in Seneca Falls, New York State an der richtigen Adresse. Das Elisabeth Cady Stanton House gibt Einblicke in das Leben von Elisabeth Cady Stanton und ihrer Familie in der Mitte des 19. Jahrhunderts.

2. Susan B. Anthony – Frauenrechtsaktivistin

Susan B. Anthony (1820-1906) kämpfte zusammen mit Elisabeth Cady Stanton für das Frauenwahlrecht. Sie gehörte zu einer der wichtigsten Frauenrechtlerinnen in der amerikanischen Frauenbewegung. 1878 legte sie zusammen mit ihren Kolleginnen dem Kongress einen Gesetzesentwurf vor, der Frauen das Recht zu wählen garantierte.

Susan B. Anthony mit 80 Jahren (1900)

Dieser Entwurf wurde erst 1920 als Gesetz eingführt und wurde somit als 19. Änderung in der Verfassung der Vereinigten Staaten für gültig erklärt. Aber nicht erst in ihren späteren Jahren sorgte sie für Aufmerksamkeit – bereits mit 17 Jahren sammelte sie Unterschriften für die Anti-Sklaverei-Bewegung.

Sie ließ sich wie Stanton nicht vom Kampf für das Frauenwahlrecht abbringen – trotz vieler gesellschaftlicher Hindernisse, vor allem in den ersten Jahrzehnten. 1876 begann sie zudem zusammen mit ihrer Freundin Stanton und Matilda Josleyn an der „Geschichte des Frauenwahlrechts“ zu arbeiten – ein umfassendes Werk, dass am Ende 6 Bände beinhaltete. Heute würdigt man ihr Vermächtnis auf verschiedener Weise: So prägte man ihr Porträt 1979 auf eine Dollar-Münze – als erste Frau in der Geschichte.

→ Susan B. Anthony Birth Place, Adams, Massachusetts

Das Museum in Adams, Massachusetts, gibt euch einen detaillierten Einblick in das Leben von Susan B. Anthony und ihrer bedeutenden Rolle in der Frauenbewegung.

3. Mary McLeod Bethune – Frauen- und Bürgerrechtlerin

Die wohl berühmteste Einwohnerin Daytona Beach’s war die Frauen-und Bürgerrechtlicherin Mary McLeod Bethune. Aufgewachsen in der Sklaverei in South Carolina, wo sie ihren Eltern auf den Baumwollfeldern helfen musste, arbeitete sich Mary McLeod Bethune von ganz unten nach ganz oben.

Mary McLeod Bethune Daytona Beach

Sie ging erst mit 11 Jahren zur Schule und erhielt später ein Stipendium um eine afroamerikanische Mädchenschule in North Carolina zu besuchen. Im Anschluss verschlug es sie nach Chicago und schließlich nach Daytona Beach, wo sie 1904 ihre eigene Schule gründete, die sich später zur Bethune-Cookman-University weiter entwickelte.

Als Aktivistin in der Bürgerrechtsbewegung, setzte sie sich vor allem für die Abschaffung der Jim-Crow-Gesetze ein, wofür sie vom Ku-Klux Klan verfolgt wurde. 1935 wurde sie Präsidentin der  National Council of Negro Women (NCNW), die sie selbst gründete.

Kurz danach führte sie ihr weiterer Lebensweg in die Hauptstadt: Präsident Franklin D. Roosevelt ernannte sie 1936 zur Direktorin für afroamerikanische Angelegenheiten und Beauftragte für Minderheitenangelegenheiten der National Youth Administration – eine Meilenstein für afroamerikanische Frauen jener Zeit. Sie beriet insgesamt 5 Präsidenten in ihrem Leben und war die erste Frau die 1944 zum National Commander der Women’s Army for National Defense ernannt wurde.

→ Mary McLeod Bethune House, Daytona Beach, Florida

Auf unserem kürzlichen Florida-Roadtrip besuchten wir ihr Haus in Daytona Beach, in dem sie gelebt und von dem aus sie gearbeitet und hochrangige Personen des öffentlichen Dienstes empfangen hat. So Eleonor Roosevelt, mit der sie eine enge Freundschaft verband. Bei unserer Führung durch das Haus entdecken wir viele Fotografien, die das Innere des kleinen weißen Hauses zieren sowie persönliche Gegenstände von Mary McLeod Bethune. Wir bekommen eine Vorstellung davon wie ihr Leben hier ausgesehen hat. Leider darf innen nicht fotgrafiert werden. Direkt neben dem kleinen Gebäude und auf dem von ihr geschaffenen Campus befindet sich ihr Grab.

Mary McLeod Bethune Home in Daytona Beach, Florida
Grab von Mary McLeod Bethune
Im HIntergrund die Gebäude der Bethune-Cookman-University
Mary McLeod Bethune Haus

→ Mary McLeod Bethune Council House National Historic Site, Washington DC

Während ihrer Zeit in Washington bewohnte sie ein eigenes Haus, das Mary McLeod Bethune Council House Das DC Stadthaus war das erste Hauptquartier der National Council of Negro Women (NCNW). Hier entwickelte sie Strategien und weiter führende Prgramme im Interesse afroamerikanischer Frauen. Heute könnt ihr das Museum im Rahmen einer Führung besichtigen.

4. Louisa May Alcott – Schriftstellerin

Louisa May Alcott (1832-1888) schuf mit ihrem Werk „Little Women“ einen der berühmtesten Romane in der amerikanischen Geschichte. Aktuell wieder einmal neu verfilmt, birgt die Geschichte der vier Schwestern, die auf ihren eigenen Erlebnissen mit ihren drei Schwestern beruht, erstmals neue Perspektiven auf das Leben von Mädchen und Frauen in der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Fotograf: George Kendall Warren

Vier Frauen, die ihr Leben selbstbestimmt gestalten wollen, was zu jener Zeit gesellschaftlich unmöglich erschien. Besonders ihre Figur „Jo“, ist ihrer Zeit bereits weit voraus, sie ist wild und sucht die Unabhängigkeit im Schreiben und sieht nicht ein, wieso sie unbedingt heiraten müsse. “Jo March” ist die Figur, die an der Autorin selbst angelehnt ist. Alcott arbeitete bereits in jungen Jahren um die Familie durch finanzielle Schwierigkeiten zu helfen und schrieb in jener Zeit ihren Erfolgsroman.

Sie setzte sich zudem für das Frauenwahlrecht und die Abschaffung der Sklaverei ein und ließ sich als erste Wählerin in Concord registrieren. Neben “Little Women” schrieb sie weitere erfolgreiche Romane und hörte nie auf zu schreiben bis zum Tag ihres Todes.

→ Louisa May Alcott Home, Concord, Massachusetts

Heute könnt ihr das Haus der Schriftstellerin und ihrer Familie in Concord, in der Nähe von Boston, besuchen. Nahezu 80% des alten Mobiliars sind erhalten, auch das Haus selbst hat die Jahrzehnte gut überstanden, weshalb es zu einem der authentischsten historischen Gebäude der USA gehört. Lasst euch in die Zeit zurückversetzen, in der die Autorin “Little Women” verfasste!

5. Harriet Beecher Stowe – Schriftstellerin

Wir bleiben in der Literatur. Einen- man könnte sagen – „Bestseller-Hit“ der Vereinigten Staaten schrieb Harriet Beecher Stowe (1811-1896), Schriftstellerin und erklärte Gegnerin der Sklaverei. Und zwar ist die Rede von „Onkel Tom’s Hütte“.  1852 erschienen, erreichte es bereits nach kurzer Zeit immensen politischen Einfluss und  tagespolitische Brisanz. Ein Umdenken lag in der Luft, denn nur ein paar Jahre später brach der Amerikanische Bürgerkrieg aus.

Harriet Beecher Stowe

In diesem Roman porträtierte Stowe den Einfluss der Sklaverei auf Familien und Kinder. Die Frage der Sklaverei beschäftigte sie bereits lange bevor sie auf Reisen durch den Süden an der Seite ihres Ehemannes, das Ausmaß der Sklaverei mit eigenen Augen sah.

So kam es denn auch, dass Präsident Abraham Lincoln, der sich in seiner Amtszeit schließlich für die Abschaffung der Sklaverei aussprach, sich einmal mit Stowe traf. Und sie mit folgenden Worten begrüßt haben soll:

„So, Sie sind also die kleine Frau, die diesen großen Krieg angefangen hat.“

→ Harriet Beecher Stowe Center, Hartford, Connecticut

Diese Szene ist in einem Denkmal in Hartford, Connecticut verewigt. Neben dem Denkmal gibt es in Hartford die Möglichkeit ihr viktorianisches Cottage zu besichtigen, in dem sie 23 Jahre lebte und arbeitete. Es steht direkt neben ihrem nicht minder bekannten Autorenkollegen Mark Twain.

→ Harriet Beecher Stowe House

In Cincinatti, Ohio, gibt es ein weiteres Museum – das Harriet Beecher Stowe House, dass sich ebenfalls ihrem Leben und Schaffen widmet, zu der Zeit als sie dort lebte und an “Onkel Tom’s Hütte schrieb.

6. Amelia Earheart Museum – Pionierin der Luftfahrt

Von Amelia Earhart (1897-1937) dürften viele von euch schon einmal gehört haben. Als erste Frau und Pilotin überquerte sie den Atlantik. Wofür sie mit dem US Distinguished Flying Cross ausgezeichnet wurde.

Porträt der amerikanischen Luftfahrtpionierin Amelia Earhart, ca. 1928

Diese Auszeichnung für besonders heldenhafte Leistungen erhielt beispielsweise 1927 zuvor Charles Lindbergh nach seinem ersten Transatlantikflug. Später, 1937, verschwand sie zusammen mit ihrem Navigator über dem Pazifik bei dem Versuch die Welt zu umfliegen. Bis heute ist ihr Verschwinden ungeklärt.

→ Amelia Earheart Birthplace Museum

Wer sich auf die Spuren der einstigen Flug-Pionierin begeben möchte, sollte sich in Atchison, Kansas, in dem Amelia Earheart Birthplace Museum umsehen.

→ Amelia Earhart Hangar Museum

Bald soll zudem das Amelia Earhart Hangar Museum öffnen, ebenfalls in Atchison, Kansas, dass sich dem Pioniergeist der Pilotin und dem Fliegen widmen als auch die jüngere Generation inspirieren soll.

7. Harriet Tubman Museum – ehemalige Sklavin & Bürgerrechtsaktivistin

Harriet Tubman (1820-1913) gehört zu den wichtigsten historischen Persönlichkeiten der amerikanischen Geschichte und doch geriet sie nach ihrem Tod lange in Vergessenheit. Harriet Tubman entfloh 1849 der Sklaverei und riskierte anschließend immer wieder ihr Leben, um anderen Sklaven bei der Flucht durch das Underground Railroad Netzwerk zu helfen.

Harriet Tubman, ca. 1885, Fotograf: Horatio Seymour Squyer, National Portrait Gallery

Das geheime Netzwerk half den ehemaligen Sklaven aus dem Süden in den Norden oder nach Kanada zu fliehen. Nach ihrer Flucht als der Bürgerkrieg ausbrach, half sie der Unionsarmee als Kundschafterin im Süden. Dort arbeitete sie als Krankenschwester oder Köchin und kümmerte sich um verletzte Sklaven. Sie engagierte sich außerdem sehr in ihren späteren Jahren für die Frauenbewegung. Ihr bewegtes Leben ist im letzten Jahr endlich verfilmt worden. Wann er in die deutschen Kinos kommt, steht noch nicht fest.

→ Harriet Tubman Museum, Cape May, Maryland

Harriet Tubman lebte in den 1850ern auf Cape May und brach von dort auf ihre Expeditionen in Sachen Fluchthilfe in den Süden auf. Hier soll in 2020 das Harriett Tubman Museum in einem alten Pastorenhaus eröffnen, in dem man Tubman’s besondere Rolle in der Underground Railroad Tribut zollen möchte. Sobald das Museum eröffnet, werde ich es hier aktualisieren.

8. Rosa Parks – Ikone der Bürgerrechtsbewegung

Rosa Parks (1913-2005) ist das bekannteste weibliche Gesicht der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. In Montgomery, Alabama, weigerte sich Parks im Dezember 1955 ihren Sitzplatz im Bus für einen weißen Mann aufzugeben.

Rosa Parks mit Martin Luther King Jr. um 1955 (Fotograf unbekannt)

Dafür wurde sie festgenommen und löste damit den Busboykott in Montogomery aus, der u.a. als Anfang der Bürgerrechtsbewegung in den 60er Jahren gilt. Sie arbeitete bereits als Sekretärin in der NAACP, der amerikanischen Bürgerrechtsbewegungsorganisation. Sie gilt als Ikone der Bürgerrechtsbewegung.

→Rosa Parks Museum, Montgomery, Alabama

Das Rosa Parks Museum in Montgomery Alabama nimmt euch mit an jenen schicksalhaften Tag und mit auf Reise durch die amerikanische Bürgerrechtsbewegung und das Leben von Rosa Parks.

9. Eleonor Roosevelt – First Lady und Politikerin

Eleonor Roosevelt (1884-1962), ehemalige First Lady, inspirierte bereits die junge Hillary Clinton und Nancy Pelosi. Sie war nicht nur First Lady, sondern setzte sich aktiv für Menschen- und Frauenrechte ein und wurde nach ihrer Zeit im Weißen Haus nach dem Zweiten Weltkrieg eine hochrangige Politikerin in der UNO.

Eleonor Roosevelt, 1947, bei den Vereinten Nationen (Foto: US Government)

Sie schaffte etwas, von dem Mädchen und Frauen damals oft nicht zu träumen wagten. Sie war eine der ersten First Ladies, die eine aktive Rolle in der US-Amerikanischen Politik spielten.

→ Val-Kill, Hyde Park, NY State

In Hyde Park, New York State, das zwischen Albany und New York City liegt, kann man das ehemalige Zuhause der First Lady und ihrem Mann besuchen. Sie nannte es liebevoll “Val-Kill”. Es ist die einzige National Historic Site in den USA, die einer First Lady gewidmet ist.

10. Sojourner Truth – Abolitionistin & Frauenrechtlerin

Sojourner Truth – eigentlich geborene Isabella Baumfree (1797-1883) ist als Sklavin im Staate New York geboren und entkam 1826 mit ihrer kleinen Tochter in die Freiheit. Danach zog sie vor Gericht, um ihren Sohn ebenfalls zu sich zu holen – und gewann als erste Frau vor Gericht gegen einen weißen Mann.

Sojourner Truth, ca. 1864, Fotograf unbekannt

Sie gehörte zu den wichtigsten Mitstreiterinnen des Abolitionismus und der Frauenbewegung. Berühmt wurde sie besonders durch ihre “Ain’t I a Woman”-Rede über Rassenungleichheit auf der Frauenrechts-Konvention in Ohio 1851.

„Ain’t I a woman?“

Im Bürgerkrieg half sie Schwarze für die Unionstruppen zu rekrutieren, während sie sich um Nahrung und Kleidung für das Union Negro Regiment kümmerte. Im Oktober 1864 traf sie Abraham Lincoln im Weißen Haus. Das berühmte Foto zeigt, wie Abraham Lincoln ihr eine Bibel präsentiert.

Sojourner Truth hatte ein außergewöhnliches und bewegtes Leben – ebenso spannend wie das ihrer Mitstreiterinnen aus jener Zeit.

2014 setzte man sie auf die Liste der „100 einflussreichsten Amerikaner aller Zeit“ im Smithsonian Magazin. Eine Gedenkbüste zu ihren Ehren steht heute im Capitol in Washington DC – die erste afroamerikanische Statue, die je dort Einzug hielt.

→ Sojourner Truth African Heritage Museum

Das Museum in Sacramento ist kein klassisches Museum, sonderen ein multikulturelles Kunstmuseum, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, die schwarze Geschichte zu erhalten. Kunst spielt dabei eine wesentliche Rolle. Sojourner Truth ist in dem Museum eine Ausstellung gewidmet.

Weitere spannende Museen zur Frauenbewegung und der Geschichte amerikanischer Frauen:

11. Women’s Rights National Historical Park, Seneca Falls, New York State

Im Women’s Rights National Historical Park findet ihr alles zur amerikanischen Frauenbewegung, ihren Anfängen in Seneca Falls und der weiteren geschichtlichen Entwicklung. Ihr trefft auf berühmte Frauen der Bewegung wie Susan B. Anthony, Elisabeth Cady Stanton, Lucretia Mott, Alice Paul und viele mehr.

12. National Women’s Hall of Fame, Seneca Falls, New York State

Ebenfalls in Seneca Falls befindet sich die National Women’s Hall of Fame, in der bedeutende historische Frauen geehrt werden, darunter einige der Genannten.

13. Wyoming House for Historic Women

Auf meinem kleinen Roadtrip durch Colorado und Wyoming verschlug es mich auch nach Laramie in Wyoming. Spannenderweise stößt man manchmal an so nichtssagenden Orten mitten im Nirgendwo plötzich auf geschichtlich spannende Sehenswürdigkeiten und Orte. So kann man in Laramie das Wyoming House for Historic Women besichtigen, dass die Leistungen von 13 Frauen in Wyoming feierlich würdigt. Es wurde von der Louisa Swain Foundation gegründet und öffnete in 2012 ihre Pforten. Louisa Swain war die erste Frau der Vereinigten Staaten, die wählen durfte (1870).

Wyoming Historic House for Women in Laramie

Das waren nur einige von vielen weiteren historischen Orten, an denen bedeutenden Frauen in der amerikanischen Geschichte gewürdigt werden. Und da soll mal einer sagen, dass diese Frauen nicht minder interessant als irgendein Präsident, ein Kriegsgeneral oder Wissenschaftler wäre, oder?

Seit Jahren arbeitet man übrigens an einem National Women’s History Museum auf der National Mall in DC – doch leider liegt bis dahin noch ein weiter Weg…

Kennt ihr noch weitere Museen über spannende Frauen, die ich nicht verpassen darf?

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