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Ein Ausflug zum Schloss Moritzburg

Schloss Moritzburg im Winter

Hach ja…wer kennt es nicht? Das tschechisch-deutsche Kultmärchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, dass zur Advents-und Weihnachtszeit täglich im deutschen Fernsehen läuft. Erinnert ihr euch an die Szene, als das Aschenbrödel doch noch heimlich zum Schloss reitet, um auf dem Ball mit ihrem Prinzen zu tanzen & danach in aller Eile auf der berühmten Schlosstreppe ihren Schuh verliert?…Dann könnt ihr vermutlich längst erraten, was das mit dem Schloss Moritzburg zu tun hat, oder? 😉

Schloss Moritzburg

Richtig, das Schloss Moritzburg war einer der Drehorte für den Film. Schon als Kind liebte ich das Märchen und wenn wir mit der Familie zum Schloss Moritzburg fuhren – was relativ häufig vorkam – leuchteten meine Augen vor Glück. Am liebsten hüpfte ich die Treppe auf und ab, wo Aschenbrödel ihren Schuh verlor und machte mich auf die Suche nach dem Fenster, in das Aschenbrödel, kurz bevor sie ins Schloss ging, hinein blickte und den Festsaal entdeckte. Auch heute noch ist das Märchen bei Jung und Alt beliebt und das Schloss Moritzburg Anziehungspunkt für viele Fans.

In den letzten Jahren war die Ausstellung zum Film, mit seinen Originalkostümen und der nachgestellten Ballszene im Schloss, ein absoluter Dauerbrenner.

Aber nicht nur für Fans des Märchens ist das Schloss interessant. Bei einem mehrtägigem Aufenthalt in Dresden, sollte man Moritzburg unbedingt besuchen. Nur ca. 20 Minuten von Dresden entfernt, eignet es sich perfekt für einen 2-4 stündigen Ausflug.

Schloss Moritzburg

Der Zugang zum Schloss, dass mitten auf dem See zu thronen scheint, führt über eine lange Allee. Ursprünglich ein Renaissancebau, ließ August der Starke das Schloss im 18. Jahrhundert, zu repräsentativen Zwecken, zu einem barocken Jagd- und Lustschloss umbauen. Obwohl er hier viel Zeit verbrachte, konnte er die Vollendung des Schlosses leider nicht mehr miterleben. Wenn man einmal hier ist, sollte man das Innere des Schlosses besichtigen, dass neben einer Porzellan- und Jagdtrophäenausstellung auch die Besichtigung des berühmten Federzimmers mit dem Prunkbett August des Starken anbietet.

Schloss Moritzburg

Anschließend empfehle ich euch hinter dem Schloss den Weg in Richtung Fasanenschlösschen einzuschlagen – hierzu müsst ihr einfach hinter dem Schloss rechts abbiegen, der Weg (ca. 2 km) ist ausgeschildert. Tatsächlich bin ich erst in diesem Jahr, am ersten schönen Frühlingswochenende im März, dazu gekommen den Weg komplett bis zum Fasanenschlösschen zu gehen.

Unterwegs bekommt ihr das Schloss schließlich noch einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen:

Schloss Moritzburg

Fasanenschlösschen & Leuchtturm

Fasanenschlösschen

Am Fasanenschlösschen angekommen, besteht ebenfalls die Möglichkeit die edlen Innenräume, des im Rokoko-Stil erbauten Jagdschlosses, anzuschauen. Da es im März noch nicht geöffnet hatte, spazierten wir stattdessen weiter und entdeckten auf dem Weg zum Leuchtturm, vorbei am Fasanengarten, ein kleines Café/ Restaurant mit Namen „Marcolinihaus“, benannt nach dem Grafen, für den es damals als Wohnhaus gebaut wurde.

Marcolinihaus

Spontan entschieden wir uns hier einen Stopp einzulegen und wie die anderen Gäste, einen Kaffee und ein Stück frisch gebackenen Kuchen draußen in der Sonne zu genießen.

Ich war von dem Haus – innen wie aussen – hellauf begeistert. Der schöne lange Holztisch mit den Blumen und Kerzen vor dem alten Gemäuer hat es mir besonders angetan. Wenn man von den Geweihen an der Fassade einmal absieht, hatte es für mich schon fast ein wenig italienisches Flair. Hier könnte ich mir eine riesige Familienfeier oder Hochzeit im Sommer vorstellen…

Marcolinihaus_2Im Marcolinihaus_3Marcolinihaus

Nach der Kaffeepause liefen wir schließlich zu unserem letzten Ziel des heutigen Tages: dem Leuchtturm, den wir schon von weitem gesehen hatten.

Leuchtturm am Fasanenschlösschen

Irgendwie hat mich die Tatsache, dass hier – umgeben von Wald und an einem Großteich gelegen – ein Leuchtturm steht, doch etwas irritiert. Nur gut, dass wir im Reiseführer eine Erklärung dafür fanden: Der Leuchtturm von Moritzburg zählt nicht nur zu einer der ältesten Binnenleuchttürme Deutschlands, er ist auch der einzige, der nur für den Zweck der Nachstellung von Seeschlachten gebaut wurde. Was man sich nicht alles einfallen ließ im 18. Jahrhundert… Nichtsdestotrotz ist der Leuchtturm in dieser Umgebung einmal eine Abwechslung und natürlich sehr hübsch anzusehen.

Leuchtturm

An diesem Tag endet hier schließlich auch unser kleiner Rundgang in Moritzburg 🙂

Für alle, die anschließend noch Zeit und Lust haben, ein weiterer Tipp: Besucht das Wildgehege in Moritzburg – hier gibt es viele verschiedene heimische Tierarten wie Wölfe, Rehe, Damwild, Elche und Luchse in naturnahen Gehegen zu sehen. Alle weitere Informationen zu den Öffnungszeiten und Eintrittspreisen findet hier:

Schloss Moritzburg

3 Comments

  • Reply
    Janett
    28/01/2015 at 13:43

    Mensch was ein tolles Wetter. Wir haben eine Kutschfahrt gemacht und schade… leider nicht dieses tolle Restaurant gesehen. Da wäre ich auch eingekehrt! Danke für deine tollen Eindrücke !

  • Reply
    Mandy
    29/01/2015 at 9:33

    Freut mich sehr, dass es dir gefallen hat -dankeschön:) Eine Kutschfahrt muss ich im Übrigen auch noch irgendwann mal machen! Als ich zuletzt im Dezember war, war es leider selbst dafür zu eisig.

    Lg, Mandy

  • Reply
    Eine Kutschfahrt an der Moritzburg - Auf den Spuren von Aschenbrödel - Teilzeitreisender.de
    30/10/2015 at 13:48

    […] zeigt, wie es auf Schloss Moritzburg im Sommer […]

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