5 In ACROSS THE USA/ NEW YORK CITY

New York Tag 2 – Eine Fährfahrt ins Glück (II)

Die Fotosession an der Brooklyn Bridge beendet, führte uns der Weg am Ufer entlang zum South Street Seaport, ein historisch- und denkmalgeschütztes Viertel. Hier gibt es unter anderem die ältesten Gebäude New Yorks (Downtown), ein kleines Titanic-Memorial Lighthouse, ein Museum zu dem die am Pier 17 liegende, größte Flotte historischer Schiffe der USA gehört.

Während ich mir ein Plätzchen zum Ausruhen suchte (meine Füße taten mir schon weh und der Tag war noch nicht mal annähernd vorbei), sind die Jungs auf einen kurzen Stop ins Abercrombie&Fitch. Komisch aber wahr, die Jungs waren in der Woche mehr shoppen als ich ;-) Bis sie aus dem Laden zurück kamen, beobachtete ich das Treiben auf der Straße…

South Street Seaport_New York

Nach der kleinen Pause gingen wir weiter zum Pier 17 und dem Hafen…hier hat man noch einmal einen schönen Blick auf die Brooklyn Bridge, Brooklyn und im Rücken die Hochhäuser des Financial Districts.

Am Pier 17 New York

Historisches Schiff Peking am Pier 17 New YorkBlick auf Brooklyn

Dort fand ich es echt schön…am liebsten hätte ich dort bis Sonnenuntergang gesessen*seufz*. Aber ein bisschen was sehen wollten wir ja dann doch noch. Nur unsere Füße haben ein wenig dagegen protestiert. Naja, eher wohl meine ;) Aber mit Schuhtausch & ein wenig Eisgel schaffte ich auch das. Und dann waren wir auch schon an der Wall Street. Viel los war zum Abend nicht mehr, aber es war nicht minder beeindruckend. Vor allem die riesige Nationalflagge vor dem NY Stock Exchange…willkommen in Amerika!

New York Stock Exchange mit Nationalflagge

New York Stock Exchange

Zwischen den Wolkenkratzern stand die Trinity Church mittendrin – der Kontrast könnte nicht größer sein. Ich fands schon so sehr beeindruckend, wie hoch die Häuser waren, aber ich fragte mich dennoch, wie hoch eigentlich das World Trade Center in echt gewirkt haben musste? Schwer vorstellbar, wenn man die Bilder im Kopf hat, aber man vor Ort nicht mehr den Vergleich hat.

Während wir uns im Financial District umsahen, war es mittlerweile schon recht spät geworden und wir überlegten, was wir noch machen wollten. Zum WTC/ Ground Zero wollten wir heute nicht mehr, also musste was anderes her. Da kam uns noch die Idee die Fähre nach Staten Island zu nehmen um New York vom Wasser aus zu bewundern, denn die Anlegestelle war von hier ja nicht mehr weit. Nur sputen mussten wir uns etwas, da wir doch noch eine Fähre im Hellen erwischen wollten!

Am Fährgebäude angekommen, mussten wir noch kurz warten und zehn Minuten später gings schon los. Ab auf die Fähre! Ca. 30 Minuten sollte die Fahrt jeweils dauern. Was soll ich sagen…ich dachte, ich hatte schon mein Highlight des Tages, aber es sollte noch besser werden!

Segelschiff in der Abenddämmerung mit Freiheitsstatue im Hintergrund NYNew York Skyline vom Wasser ausBlick auf New Jersey vom Wasser aus bei SonnenuntergangFreiheitsstatue von der Staten Island Ferry aus in der Abenddämmerung

Wir hatten die Fähre so gut abgepasst, dass wir New York vom Wasser aus während eines wunderschönen Sonnenuntergangs erleben durften. Ich war spätestens hier von der Stadt hin-und weg! Man hörte auch immer wieder ein „Wow!“, „How wonderful!“. Ich glaube alle Nicht-New Yorker an Board waren von dem Sonnenuntergang fasziniert. Ständig hatte ich meine Finger auf dem Auslöser einer meiner beiden Kameras, aber schließlich habe ich mir noch die Zeit genommen diesen Moment in vollen Zügen zu genießen. Ich musste mich immer wieder selbst „zwicken“, damit ich realisiere, dass das gerade kein Traum ist…Kurzzeitig habe ich mich aus allen Gesprächen ausgeklinkt, meinen Ipod eingestöpselt und was passte in diesem Moment besser als „Love like a sunset“ von Phoenix?…

Sonnenuntergang in New York

Freiheitsstatue New York bei SonnenuntergangManhattan bei Nacht

Es war einfach nur ein richtig schöner Abschluss des bisherigen Tages.

Nach diesem Highlight und dem bisherigen Tag waren wir zwar erschöpft, aber der Abend fing ja gerade erst an! Also fuhren wir erstmal mit der Subway zu unserem jeweiligen Hostel/Hotel und trafen uns später am Union Square wieder, weil wir dort noch etwas essen wollten. Wir sind ein wenig hin- und her gelaufen ohne uns auf etwas einiges zu können, am Ende hatten wir uns schließlich ein Stück Pizza zum Mitnehmen geholt (ja nochmal Pizza ;-) ).

Und dann sollte es noch in eine Bar gehen, und zwar irgendwo in der Lower East Side, glaube ich. Die Jungs hatten tatsächlich noch die glorreiche Idee bis dahin zu laufen…ist ja nicht weit – „Hallooo, habt ihr mal in eure Karte geschaut?!“ Ja, und da heißt es immer wir Frauen hätten keinen Orientierungssinn ;-) Aber sie wollten es ja nicht anders und so kam es zu einem weiteren Fußmarsch. Ich merkte auf dem Weg immer mehr, wie k.o. ich eigentlich von den letzten Tagen war und habe dann versucht die Jungs zu überzeugen ein Taxi zu nehmen.

Aber sie waren der felsenfesten Überzeugung, wir brauchen nicht mehr lange… :-) Schließlich kam noch raus, dass sie unbedingt in eine bestimmte Bar wollten, weil diese im Lonely Planet empfohlen wurde. Ich erinnere mich, dass sie auch einen lustigen Namen hatte. Ich glaube, entweder war es der Pink Elephant Club oder die Fat Black Pussy Cat Bar/Club.Irgendwann quatschen zwei von ihnen Mädels auf der Straße an, ob wir denn richtig wären und ob das überhaupt so toll dort wäre. Aber die kannten das gar nicht und haben bei dem Namen der Bar etwas merkwürdig geschaut…und die Jungs haben versucht zu erklären, dass an dieser Bar nichts dubios sei, auch wenn der Name es vielleicht vermuten lässt. Hat nur irgendwie nicht so funktioniert, ganz im Gegenteil…ich glaube, sie wollten nur so schnell wie möglich weiter gehen.

Ich habe mir das Schauspiel jedenfalls amüsiert angeschaut. Irgendwie fand ich das alles plötzlich so lustig, dass ich einen Lachanfall bekam…und kaum etwas beruhigt, fing das Ganze von vorne an. Ich nehme an dies war dem wenigen Schlaf in den letzten 3 Tagen zu schulden – und wenn die Müdigkeitsphase erst einmal überwunden ist… :D  Aber schlussendlich hatten wir deswegen noch einen sehr lustigen Abend, auch wenn wir – mit Taxi- in einer völlig anderen Bar gelandet sind als geplant.

Und nach einem sehr, sehr langen, aber schönem Tag habe ich NY schließlich gegen 1 Uhr nachts „Good Night“ gesagt.

Freiheitsstatue New York bei Sonnenuntergang

Fazit des heutigen Tages:

Diese Stadt weiß einen zu überraschen – und falls ich es noch nicht erwähnt habe:    I ♥ New York!

Tipps:

  • Einfach in einem Viertel eurer Wahl beginnen und die Stadt zu Fuss erkunden
  • Ein Spaziergang durch SoHo
  • Essen: Auf ein leckeres Sandwich ins Olive´s 120 Prince Street (Soho) / Italienisch essen in Little Italy ;)
  • einen Abstecher zum South Street Seaport
  • mit der kostenlosen Staten Island Fähre bei Sonnenuntergang fahren!

      Hast du auch schon mal so einen schönen Sonnenuntergang in New York erlebt?

Photos© Mandy, Rota A., Monizza F., Mora S.

5 Comments

  • Reply
    Reiseplanung für New York - die Stadt meiner Träume - Travelroads
    15/08/2015 at 9:29

    […] New York Tag 2 – Eine Fährfahrt ins Glück (Teil 2) […]

  • Reply
    schwertiontour
    21/03/2018 at 22:29

    Ok, daran hatte ich bisher noch nicht gedacht. Staten Island Ferry beim Sonnenuntergang ist geritzt. Nur noch knapp 2 Wochen :) Ich freu mich so! Fährt die Fähre denn auch abends wieder zurück ? Und muss man aussteigen, oder kann man mit der selben Fähre wieder zurück nach Manhattan ?
    VG, Schwerti

    • Reply
      Mandy
      22/03/2018 at 8:22

      Hallo Schwerti :)
      Klar, die Fähre geht auch abends wieder zurück. Die fährt so im 20-30 Minuten Takt soweit ich mich erinnere. Ich glaube wir mussten kurz aussteigen und etwas warten und sind dann wieder eingestiegen – aber das wird einem alles gesagt, da brauchste dir keine Gedanken zu machen. Nur vorher die Zeit für den Sunset checken ;) Wie lange bist du denn in NY?

      Viele Grüße
      Mandy

      • Reply
        schwertiontour
        22/03/2018 at 20:57

        Danke Dir für die Info, Mandy. Sonnenuntergang checke ich. Aber so wie es aussieht, wird es schwierig überhaupt an Bord zu kommen. Aktuell ist NY ganz gut eingeschneit und es gibt Warnungen für die nächste Woche. Ich fliege am 31.3. rüber und bleibe 4 Tage im HI Hostel, bevor es weiter geht. Habe mir schon einige Sachen aufgeschrieben und bin gespannt, ob ich alles schaffe. Bahnfahrpläne raffe ich auf deutsch ja schon nicht, das wird lustig in NY herauszufinden, mit welcher Bahn ich rüber zur Brooklyn Bridge komme. Oder vom Flghf. zur Upper West Side. Aber so wird es zumindest interessant :)

        VG, Schwerti

        • Reply
          Mandy
          26/03/2018 at 10:38

          Ja langweilig wird es definitiv nicht ;) aber zur Brooklyn Bridge mit der Bahn zu kommen ist noch relativ einfach. An welchem Flughafen kommst du an? Und wohin geht es nach NY?

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