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Neuengland Rundreise – Route und Highlights (plus Niagarafälle)

Ein Roadtrip durch den Nordosten der USA ab Boston – das bedeutet eine Reise durch das historische, idyllische und pittoreske Neuengland. Ich nehme euch mit auf eine Rundreise durch Massachusetts, Connecticut, Vermont und Rhode Island sowie einem Abstecher zu den Niagarafällen.

Seit 2011 habe ich den Nordosten der USA mehrmals bereist. Besonders seit Freunde von mir in Connecticut wohnen, zog es mich öfter ins hübsche Neuengland. Zu den Neuenglandstaaten gehören Massachusetts, Maine, Vermont, New Hampshire, Rhode Island und Connecticut. Während meiner Besuche waren wir teils zusammen auf Erkundungstour und ich habe einige Orte entdeckt, die ich sonst nie auf den Schirm gehabt hätte.

Roadtrip durch Neuengland!

Roadtrip durch Neuengland!

Neuengland Rundreise Route und Highlights

In diesem Artikel habe ich für euch meine bisherigen Trips und Ausflüge in Neuengland zu einer Route durch den Nordosten zusammengefasst und zeige euch meine schönsten Highlights. Mehr Routenoptionen findet ihr zusammengefasst am Ende des Beitrags.

Start in Boston

Den Anfang der Tour macht die geschichtsträchtige Hauptstadt Massachusetts, Boston. Bei einem Erstbesuch würde ich euch mindestens zwei Tage Aufenthalt empfehlen – es gibt viel zu sehen! Am besten erkundet ihr die Stadt entlang des Freedom Trails, der die wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten, auf einer 4 km langen Strecke verbindet.

Außerdem solltet ihr unbedingt einen Abstecher an den Hafen Bostons machen, durch das elegante Viertel Beacon Hill flanieren, Pizza essen in der ältesten Pizzeria der Stadt, im italienischen Viertel in North Beach, und bei Zeit einen Abstecher zur Elite-Universität Harvard unternehmen.

Boston ist angenehm entspannt für eine Großstadt und die Lage am Meer herrlich. Ich komme immer wieder gern zurück und habe noch längst nicht alles gesehen.

Mehr zu Boston und einem Tag entlang des Freedom Trails lest ihr hier:

→ Der Freedom Trail in Boston – Ein Spaziergang durch die Geschichte

Das historische Old State House inmitten moderner Wolkenkratzer in Boston

Ich liebe den Kontrast! Das historische Old State House inmitten moderner Wolkenkratzer

Das Grab von Benjamin Franklin, ehemaliger Präsident der USA

Das Grab von Benjamin Franklin, ehemaliger Präsident der USA

Kleiner Park mit Blick auf die Skyline Bostons

Kleiner Park mit Blick auf die Skyline Bostons

North Beach - das italienische Viertel in Boston

North Beach – das italienische Viertel in Boston

Das State Capitol von Massachusetts

Das State Capitol von Massachusetts

Bunker Hill Monument - dort endet der Freedom Trail in Boston

Bunker Hill Monument – dort endet der Freedom Trail in Boston

Whale Watching in Gloucester

Soviel vorweg: Dieser Tag gehört defintiv zu meinen absoluten Highlights dieser Reise! Nachdem ihr die ersten Tage ein wenig Großstadtluft geschnuppert habt, begeben wir uns heute raus aus Boston und ab auf die Straße! Die Route führt uns zunächst nach Norden in die Küstenstadt Gloucester auf Cape Ann, ca. 40 km von Boston entfernt.

Der Fischerort beherbergt nicht nur Amerika’s ältesten Hafen, sondern ist Heimat einer der wichtigsten und ältesten Künstlerkolonien des Landes. Edward Hopper zog es zum Beispiel regelmäßig hier her. Zu tragischem Ruhm kam die Stadt jedoch durch einen Jahrhundertsturm, bei dem das Schiff und die Crew der „Andrea Gail“ nicht gerettet werden konnte – diese Geschichte dürfte vielen von euch durch den Film „Der Sturm“ mit George Clooney bekannt sein.

Das Seefahrer-Denkmal am Gloucester Harbor Walk erinnert an alle Seemänner, die im Laufe der Jahrhunderte ihr Leben auf dem Meer verloren. Neben einem Spaziergang am Hafen und am Eastern Point Lighthouse, ist auch eine Runde entlang der schroffen Küste im Stage Fort Park sehenswert. An dieser Stelle landete eine zweite Gruppe erster Siedler im Jahre 1623. Schöne Aussichten auf das Meer, Gloucester inklusive. Mit etwas Glück könnt ihr wie wir hier auch heimische Künstler bei ihrer Arbeit beobachten.

Gloucester, Massachusetts

Künstler am Werk

Stage Fort Park in Gloucester

Stage Fort Park in Gloucester

Blick auf den unendlichen Ozean

Eastern Point Lighthouse Gloucester

Eastern Point Lighthouse

Fischer bei der Arbeit am Hafen von Gloucester

Fischer bei der Arbeit am Hafen von Gloucester

Jetzt allerdings zu meinem Highlight des Tages! Mit der Crew von 7 Seas Whale Watch geht es hinaus auf die raue See zur Stellwagen Bank, um Wale zu beobachten. Wir sehen gleich mehrere Buckelwale – leider haben wir kein Glück sie beim Springen beobachten zu können. Aber für mich ist es dennoch ein unvergessliches Erlebnis, wenn man die Meeresriesen zum ersten Mal so nahe und in freier Natur beobachten kann!

Whale Watching an der Stellwagen Bank

Atemberaubend schön!

 

Am nächsten Tag verlassen wir Gloucester und fahren Richtung Westen weiter nach Vermont in die Green Mountains.

Green Mountains, Vermont

Welcome to Vermont, dem “Green Mountain State”! Der grünste US-Bundesstaat ist durchzogen mit satten, grünen Wiesen und Wäldern, Bergen, klaren Flüssen und Seen. Er ist bekannt für seinen Ahornsirup, überdachte Holzbrücken, Ben & Jerry’s Eis – und die Heimat von Bernie Sanders. Man spürt sofort, dass die Uhren hier langsamer ticken und Vermont anders, grüner und liberaler als manch anderer US Staat ist. Ein bisschen fühle ich mich fast wie im schönen Oregon. Wir haben hier leider nicht so viel Zeit wie geplant, für eine Wanderung durch die Berge Vermonts reicht es nicht mehr so ganz.

Aber ich genieße es einmal nichts konkretes vorzuhaben und mich treiben zu lassen. Anhalten, wo wir gerade Lust haben und durch das verträumte Vermont zu fahren. Durch schnuckelige Örtchen wie Dorset oder Manchester zu bummeln, in Antiquitätenläden und Bücherläden wie zum Beispiel im Northshire Bookstore’s zu stöbern oder gemütlich Kaffee zu trinken.

Fahrt durch Vermont

Wenn ihr von Gloucester kommt, solltet ihr unbedingt einen Stop im Vermont Country Deli in Brattleboro einlegen. Dort gibt es frische Sandwiches und viele weitere leckere Deli-Sachen. Alles aus regionaler Herstellung und im angrenzenden Store gibt es viele tolle regionale Produkte zu kaufen wie zum Beispiel Ahornsirup aus Vermont. Wo ich doch gleich mal zugeschlagen habe.

Wer in Vermont auf der Suche nach spektakulären Highlights ist, wird vermutlich eher enttäuscht sein. Aber für alle die sich auf ein bisschen weniger einstellen können, hat Vermont viel zu bieten. Ehrlich gesagt, könnte es gerade schöner nicht sein. Der Herbst liegt bereits in der Luft. Auf unserer Fahrt sind die ersten Anzeichen des Indian Summers zu sehen. Auch den amerikanischen Dichter Robert Frost inspirierte Vermont und so entstand eines seiner berühmtesten Gedichte „The road not taken“:

[…]Two roads diverged in a wood, and I—
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.

Hübsche kleine Häuschen in Dorset

On the road durch Vermont

Weitere Tipps für Vermont: Ganz in der Nähe von Manchester könnt ihr das Anwesen „Hildene“ von Abraham Lincolns Sohn und die schönen Gärten bewundern. Für eine tolle Aussicht über die Wälder Vermonts bietet sich der Prospect Rock Trail in der Gegend an. Bei mehr Zeit und Lust fahrt die Route 100 – sie gilt als eine der schönsten Scenic Drives in Vermont.

Abstecher von Vermont zu den Niagarafällen, Kanada

Wer unbedingt einmal die Niagarafälle sehen möchte, kann diese von den Green Mountains aus in ca. sechs Stunden erreichen. Zugegeben, eine lange Strecke für einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der USA und Kanada. Aber was sind schon sechs Stunden Autofahrt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten?

Wir entschlossen uns daher recht spontan doch einen Abstecher zu den Niagarafällen zu machen, wenn wir schon einmal “so nah” sind. Für mich persönlich stand es zwar nicht ganz oben auf der Must-See-Liste, aber warum nicht? Daher ging es auf direktem Wege hinauf nach Niagara Falls auf die kanadische Seite.

Die Niagarafälle auf der amerikanischen Seite

Was soll ich sagen? Der Weg hat sich mehr als gelohnt! Ich hätte nicht im Geringsten erwartet, dass mich die Niagarafälle nach meinem Besuch der Lower Falls des Grand Canyon of Yellowstone im Yellowstone National Park so flashen würden – aber das taten sie. Besonders die Maid of the Mist –Bootsfahrt mitten rein in die Wasserfälle kann ich euch empfehlen ebenso wie die Fahrt hinauf auf die Aussichtsplattform des Skylon Tower mit fantastischem Blick auf die Wasserfälle auf beiden Seiten. Aber auch einfach nur an den Niagarafällen entlang zu spazieren und an der Abbruchkante zu stehen, war berauschend schön.

Die Stadt Niagara Falls erinnerte mich zwar insgesamt mehr an Las Vegas und irgendwie empfand ich die Kulisse drum herum doch etwas skurril (Wasserfälle mitten in der Stadt). Trotzdem hätte ich hier gern mehr Zeit als einen Tag verbracht. Mein Tipp also: Mindestens 2 Tage einplanen – es gibt viel zu erleben und zu sehen. Vor allem, wenn ihr gern noch auf die amerikanische Seite der Fälle wollt.

Niagarafälle in Kanada mit Blick auf die amerikanische Seite

Die Horseshoe Falls wie die Niagarafälle auf der kanadischen Seite heißen – hier stehe ich direkt an der Abbruchkante

Der Skylon Tower – eine fahrt nach oben lohnt sich!

Ausblick vom Skylon Tower auf die Wasserfälle

Amerikanische Wasserfälle

Las Vegas Feeling mitten in Kanada

 

Malerisches Litchfield & literarisches Hartford (CT)

Nun wird es wieder etwas beschaulicher. Heute fahren wir von Vermont (oder den Niagarafällen) nach Connecticut im Süden Neuenglands. Ich empfehle euch bei Zeit unbedingt über Litchfield weiter nach Hartford zu fahren. Das bezaubernde Dörfchen ist amerikanische Neuenglandidylle pur! Ein kleiner Bummel durch den Ort dauert nicht lange und ist perfekt für eine Kaffeepause in einem der süßen Cafés.

Hübsche kleine Läden in Litchfield

Im richtigen Moment den Auslöser gedrückt

Das ist mal eine niedliche Apotheke oder?

Hinterhof mit Shops und einer Sitzgelegenheit

Neuengland-Idylle pur

Details

Auch ein paar griechische Elemente findet man in der hiesigen Architektur

Summer-Sale

Weiter geht’s nach Hartford

 

Im Anschluss geht es weiter nach Hartford. Hartford? Da war doch was! Fans der Serie Gilmore-Girls wissen sofort Bescheid. Aber Hartford ist nicht nur der Heimat der Serie, sondern auch Ort an dem amerikanische Literaturgeschichte geschrieben wurde.

In West Hartford befindet sich das Anwesen von Mark Twain, das heute als Museum fungiert. 1874 erbaut, widmete sich der berühmte Autor hier 17 Jahre lang seinem schriftstellerischen Dasein und verfasste beispielsweise “Die Abenteuer des Tom Sawyer”. Das architektonisch interessante Haus könnt ihr im Rahmen einer Führung besichtigen.

Gleich nebenan steht das viktorianisch-gotische Cottage seiner nicht minder berühmten Nachbarin: Harriet Beecher Stowe. Abraham Lincoln soll bei einem Treffen mit ihr gesagt haben:

“Und sie sind also die kleine Dame, die den großen Krieg (Bürgerkrieg) ausgelöst hat.”

Sie ist nämlich die Autorin eines der wichtigsten amerikanischen Werke: “Onkel Sams Hütte”.

Im Anschluss schlendert ihr am besten durch West Hartford und kehrt zum Essen in einem der vielen netten Cafés oder Restaurants ein. Empfehlenswert ist das zum Beispiel der Thailänder „Blue Elephant Trail“ oder der Klassiker, die „Cheesecake Factory“.

Mark Twain House & Museum, West Hartford

Mark Twain House & Museum, West Hartford

Yale University, New Haven

Auf dem Weg nach Rhode Island unternehmen wir noch einen kleinen Umweg und besuchen die berühmte Yale University in New Haven. Nicht nur für Gilmore-Fans spannend. Die drittälteste Universität der USA gehört zu den renommiertesten des Landes. ZU den bekanntesten Absolventen gehören Hillary und Bill Clinton, George Bush oder auch Schauspielerin Meryl Streep.

Entweder schlendert ihr in eurem eigenen Tempo  ein bisschen über den Campus oder schließt euch einer kostenlosen Führung an, die das Visitor Center der Universität Besuchern anbietet. Die Tour, die von Studenten durchgeührt wird, habe ich bereits zweimal mitgemacht und fand sie sehr informativ und unterhaltsam. Insgesamt begeistert mich die altehrwürdige Yale University sehr viel mehr als die Harvard University, aber das ist wie so oft Geschmackssache. 

Diese Kirche beherbergt die Hauptbibliothek der Yale University

Ein Blick ins Innere eine der vielen Bibliotheken der Universität

Yale-Studentin

Unsere Campus-Tour Gruppe

Nathan Hale Statue – er war amerikanischer US-Offizier und Lehrer und machte 1773 seinen Abschluss in Yale

Ein Blick in den Yale University Bookstore

Alternativ: Keine Lust auf eine weitere Universität? Dann bietet sich auf dem Weg nach Newport für euch vielleicht ein Stop in Mystic Seaport an.

Newport, Rhode Island 

Ankunft im vornehmen Newport, Rhode Island. Direkt an der Atlantikküste gelegen, könnt ihr entweder einen herrlichen Spaziergang am Cliff Walk entlang der pompösen Herrenhäuser aus dem Goldenen Zeitalter machen. Oder direkt eines der Sommerresidenzen der Großindustriellen des 19. Jahrhunderts besuchen. Sehenswert ist zum Beispiel „The Breakers“, das populärste der Newport Mansions. Den Abend könnt ihr schließlich an einem der hübschen Leuchttürme zum Sonnenuntergang über Narraganset Bay ausklingen lassen.

Zum ausführlichen Bericht geht es hier entlang:

→ Mondänes Newport, Rhode Island – Von Prunkvillen, Leuchttürmen & Meer

Cliff Walk, Newport

Cliff Walk, Newport

Besuch im pompösen The Breakers

Romantisch: Sonnenuntergang mit Leuchtturm

Ab ans Meer: Cape Cod 

Nach diesem ereignisreichen Roadtrip heißt es nun endlich entspannen am Meer. Das Cape Cod eignet sich perfekt um die letzten Tage gemütlich ausklingen und die Seele baumeln zu lassen. Der wilde Ozean, unberührte Dünenlandschaften, viele Leuchttürme und schnucklige Küstenorte am Meer – was will man mehr? Ich träume ja heimlich davon hier einmal länger als drei Tage zu verbringen. Auf der Insel fühlt sich das Leben immer so herrlich entschleunigt an!

Meine Highlights auf der vorgelagerten Halbinsel sind zum Beispiel ein Bummel durch Hyannis, wo ihr euch auf die Spuren von JFK begegeben könnt, ein Besuch auf den den Inseln Martha’s Vineyard oder Nantucket, faulenzen am Strand oder einfach auf der Insel von einem Ort zum nächsten düsen und bleiben wo es einem gefällt. Auch kulianrisch hat Cape Cod wie die Neuengland-Region generell einiges zu bieten – einen tollen Food-Guide für die Gegend findet ihr hier. Zu guter Letzt, verpasst nicht die traumhaften Sonnenuntergänge am Ozean!

→ Mein ausführlicher Bericht zu Martha’s Vineyard & Nantucket

Brant Point Leichtturm auf Nantucket

Brant Point Leuchtturm auf Nantucket

Cape Cod Times in Hyannis

Wohin man geht – die amerikanischen Flaggen begleiten einen

Mit dem Fahrrad unterwegs auf der Walfängerinsel Nantucket

Süße Lebkuchen-Häuschen auf Martha’s Vineyard – eine der Sehenswürdigkeiten der Insel

John F. Kennedy Museum in Hyannis

Am Hafen von Hyannis

Sonnenuntergang am Cape Cod

Nach diesem wunderbaren Abschluss einer schönen Reise fahrt ihr zurück zum Logan Airport in Boston, um von dort den Heimflug anzutreten.

Neuengland Rundreise – Tipps und Infos

Wie viel Zeit sollte ich für diese Route einplanen? 

Für die vorgeschlagene Route würde ich mindestens 18 Tage empfehlen. Ohne Niagarafälle reichen zwei Wochen. Bei noch weniger Zeit könnt ihr auch die Green Mountains weglassen und euch nur auf den südlichen Teil der Neuenglandstaaten mit Boston konzentrieren. Je nachdem wo eure Präferenzen liegen. Für eine Woche ist die Kombination Boston/ Cape Cod ganz schön.

Neuengland Route ab Niagarafälle bis New York

Für alle, die eher einen Gabelflug Hinflug Boston/ Rückflug New York (oder umgekehrt) bevorzugen. Zwar gehört die Strecke genau genommen nicht mehr zu Neuengland, aber für manchen könnte diese Alternative interessant sein. 

Niagarafälle – (Finger Lakes) – Albany – Catskill Mountains – New York

In der Hauptstadt Albany gibt es einige sehenswerte Highlights. Leider hat es bei unserem Besuch stark geregnet, so dass wir nur wenig gesehen haben. Die Catskill Mountains entführen euch schließlich noch einmal in die Berge. Sie sind ein beliebtes Ausflugsziel der gestressten New Yorker und ihr könnt dort verschiedene Wanderungen unternehmen. Bis nach New York sind es schließlich nur noch ca. 150 km.

Mehr dazu bald in einem eigenen Artikel. In der Zwischenzeit empfehle ich euch den Blogpost von Stefan.

Klassische Neuengland Route

Die klassische Neuengland-Route führt euch durch alle sechs Bundesstaaten und steht wie bereits erwähnt ganz weit oben auf meiner Liste. So würde meine Vorstellung der Route aussehen:

Boston – Salem/Gloucester – Bar Harbor mit dem Acadia Nationalpark – White Mountains (Conway & Mt. Washington) – Waterbury (Ben & Jerry’s) – Stowe – Green Mountains -> Routenverlauf wie oben beschrieben, nur ohne die Niagarafälle.

Wie ihr seht, gibt es sehr viele Möglichkeiten einen Trip durch Neuengland zu planen und kombinieren.

USA roadtrippin‘!

Beste Reisezeit für eine Reise durch Neuengland

Für einen Roadtrip im Nordosten würde ich euch die Zeit zwischen Mai und Ende Oktober empfehlen. Ich selbst war bisher im April sowie August/ September in Neuengland unterwegs. Ende April war es noch recht kühl, in Connecticut lag die letzten Jahre um die Zeit noch Schnee.

Im August wiederum kann es teilweise noch recht heiß und schwül sein – außerdem ist August Ferienzeit der Amerikaner. Dementsprechend ist viel los, vor allem an der Küste. Den Sommer in Neuengland zu verbringen ist dennoch richtig schön!

Trotzdem dürfte einer der schönsten Reisezeiten für Neuengland der Herbst sein. Ich träume noch von einer Neuengland Rundreise zum Indian Summer, der etwa Ende September beginnt. Wenn sich die Wälder in den schönsten Rot- und Goldtönen zeigen, muss ein Roadtrip durch die Neuenglandstaaten zauberhaft sein!

Wie eine Reise zu dieser Zeit aussehen kann, könnt ihr bei Thomas und Melanie nachlesen.

Unterkunfts-Tipps für Neuengland?

Leider sind Unterkünfte in Neuengland recht teuer. Zur Fall Foliage im Herbst ist die Region extrem beliebt und die Preise steigen noch einmal in die Höhe. Ihr solltet für diesen Zeitraum in jedem Fall weiter im Voraus buchen. Für einige Orte auf dem Trip habe ich euch meine Unterkünfte zusammengestellt. Aus Budgetgründen bin ich teilweise auf Hostels ausgewichen (die aber auch DZ anbieten). In Connecticut hatte ich das Glück privat bei meinen Freunden unterzukommen und den Süden Neuenglands in Tagesausflügen kennenzulernen. Eventuell findet der eine oder andere dennoch eine Unterkunft interessant.*

Eine gute Alternative sind sonst Airbnb-Unterkünfte. Ihr wollt Airbnb zum ersten Mal ausprobieren? Hier schenke ich euch 25€ für die erste Übernachtung.

Weitere besondere Unterkunftstipps findet ihr außerdem hier.

Fazit

Ein Roadtrip durch Neuengland ist mit Sicherheit anders als ein Roadtrip durch den Westen der USA. Es erwarten euch nicht hinter jeder Ecke atemberaubende Highlights in der Natur. Dafür bietet Neuengland eine schöne Mischung aus allem – Historisches, Natur und Genuss. Weg aus den Großstädten, hinein in die amerikanische Neuengland-Kleinstadtidylle – das hat mir am besten gefallen.

Und besonders wenn der Zauber des Herbstes über der Region liegt, werdet ihr einen Roadtrip durch den Nordosten lieben.

Danke für das schöne Foto an meine Freundin Katja! :)

Steht ein Neuengland-Roadtrip auch bei auch auf dem Plan? Wart ihr schon mal da und habt weitere Tipps? Oder Fragen? Dann immer her damit – ich freue mich auf eure Kommentare.


*Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links zu booking.com und Airbnb. Wenn du darüber buchst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich besteht dadurch kein Aufpreis oder mehr Aufwand. Meine Meinung bleibt meine eigene & ich gebe nur Empfehlungen weiter, die ich selbst gut finde.

8 Comments

  • Reply
    schwertiontour
    03/09/2018 at 18:53

    Wow, was für ein fantastischer Bericht zu Neuengland!
    Ich habe gar keinen Pingback bekommen, aber vielen Dank für´s verlinken. Die klassische Neuengland-Route steht bei mir auch noch auf der Liste. Da kommen aber natürlich noch einige Schlenker dazu. Hatte gar nicht auf dem Schirm, dass man von Gloucester aus auch auf die Stellwagen Bank rausfährt, also wie von Boston aus. Da lohnt sich evtl. vorher Preise vergleichen. Green Mountains habe ich jetzt neu auf dem Zettel stehen, danke dafür ;P Bin gespannt auf weitere Berichte von Dir zu den NE Staaten.
    VG, Schwerti

    • Reply
      Mandy
      06/09/2018 at 10:20

      Huhu Schwerti,

      vielen lieben Dank für das Kompliment – freut mich, dass dir der Beitrag gefällt :) Ich glaube so bergtechnisch könnte noch der Mount Mansfield in Vermont und der Mount Washington sehr interessant für dich sein. Hoffe das ich da auch nochmal hinkomme.

      Wie ich gesehen habe, scheinen alle Whale-Watching Anbieter an der Küste von Cape Cod bis Bar Harbor zur Stellwagen Bank zu fahren. Was ich noch ergänzen könnte: Wir hatten über Groupon ein gutes Angebot für die Tour, ich glaube statt um die 45 $, haben wir nur 25-30 $ gezahlt.

      So, und ich bin mal gespannt auf deine nächste Amerika-Reise ;)

      LG, Mandy

      P.S.: Die Pingbacks funktionieren manchmal nicht, keine Ahnung warum.

  • Reply
    Sandra
    04/09/2018 at 20:17

    Liebe Mandy,

    da kommen echt Erinnerungen hoch. Von 1995-1996 habe ich ein Au-Pair-Jahr in Darien, CT verbracht. Am Community-College in Hartford hatte ich einen Chinesisch-Kurs belegt.
    Und als ich das erste Mal in Yale war, wäre ich am liebsten dort geblieben. Obwohl ich ursprünglich (aufgrund der Sozialisierung durch Serien wie ‚Beverly Hills 90210‘) viel lieber nach Kalifornien wollte, ist mir die Ostküste unheimlich ans Herz gewachsen. Nirgendwo sonst ist der Indian Summer so schön wie in Neuengland :).
    Viele Grüße, Sandra

    • Reply
      Mandy
      06/09/2018 at 10:25

      Danke liebe Sandra für deinen Kommentar. Ich finde das super spannend, dass du dort in der Gegend Au-Pair gemacht hast und das in den 90er Jahren – der Unterschied von damals zu heute ist sicherlich interessant. Was sich so verändert hat, was vielleicht nicht. Yale wäre auch so eine Uni wo ich gern mal studiert hätte…hach. Und jetzt muss ich erst recht nochmal irgendwann zum Indian Summer rüber ;)

      LG, Mandy

  • Reply
    Jochen Honold
    05/09/2018 at 14:48

    Sehr schöner Bericht aus einer der schönsten Gegenden der USA (nach meinem Geschmack) – wir sind sicher auch nicht das letzte Mal dort in der Gegend gewesen, ein Traum ist es noch mal im Indian Summer nach Vermont und New Hampshire zu fahren.

    Wenn ich einen kleinen Hinweis/ Korrektur anbringen darf: Das berühmte Buch von Hariet Beecher Stowe ist Onkel Tom’s Hütte, nicht Onkel Sam’s ;)

    Liebe Grüße
    Jochen

    • Reply
      Mandy
      06/09/2018 at 10:28

      Dankeschön Jochen, schön das hier noch ein paar weitere Neuengland Fans vertreten sind. Die Region hat schon seinen ganzen eigenen Charme. Danke dir auch für den Hinweis bezüglich des Buches – das werde ich gleich noch korrigieren, keine Ahnung wie ich auf Sam gekommen bin… ;)

      Liebe Grüße
      Mandy

  • Reply
    Sabrina
    05/09/2018 at 17:14

    Hach, ich liebe Neuengland! Obwohl ich mittlerweile einige Male da war, entdecke ich in deinem Artikel noch so viele Gründe, um zurückzukehren. Vielen Dank fürs Mitnehmen (und für die Verlinkung <3)!
    LG
    Sabrina

    • Reply
      Mandy
      06/09/2018 at 10:30

      Lieben Dank Sabrina, das freut mich sehr :) Ich möchte auch unbedingt wieder hin, zum Indian Summer hatte ich ja schon geschrieben, aber auch zur Weihnachtszeit stelle ich es mir da schön vor…hach.

      Liebe Grüße,
      Mandy

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